Preisverleihung Code Week Award

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Begleitet durch sehr viel Vernetzungsaktivitäten mit den anderen Preisträgern, einer Projektpräsentation und kleinen Workshops haben wir am 12. März den Preis für unser Projekt in Empfang genommen.

Besonders gefreut hat uns die Begründung der Jury für den Preis: „Das Gewinnerprojekt überzeugte die Jury, da es Storytelling, ethische Aspekte und Robotik in einer spannenden Kombination verbindet. Besonders beeindruckte das angestrebte Teamwork sowie der hohe Anspruch an die Digitalkompetenz der Teilnehmer*innen durch die zentrale Frage nach dem selbstbestimmten Leben in einer zunehmend digitalen Welt.“

Vielen Dank dafür und Danke ans Team für die gelungene Preisverleihung. Auch die anderen Projekte sind sehr zu empfehlen: award.codeweek.org

Über den Code Week Award:

Ausgerichtet wird der Code Week Award von der Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin. Als Mitbegründer fördert Samsung Electronics den Award mit 75.000 Euro.

Ausstattung mBot

Um zusätzliche Funktionen programmieren zu können, wurde der mBot mit weiteren Modulen ausgestattet.

Aktueller Stand: mbot_ausstattung

Das Konzept

Der eintägige Workshop verbindet das Thema „Coding für Kinder“ mit der Auseinandersetzung um ethische Fragen zur Automatisierung. Der Workshop richtet sich an an 5. und 6. Klassen in Berlin und Brandenburg. Die Teilnehmer_innen erlernen Grundlagen der Programmierung, Robotik und Elektrotechnik. Sie erfahren auf spielerische Weise, ihre technisierte Umwelt mitzugestalten und werden motiviert, eine eigene Vision ihrer Zukunft zu entwickeln. Das Format fördert Problemlösungskompetenz, Teamwork, Kritik, Diskussion, kreatives und logisches Denken und Selbstvertrauen.

Projektidee

Nach einer technischen Einführung in Scratch lösen die Schüler_innen in einem Alternate Reality Game Rätsel mit Soft- und Hardware, um den defekten Bordcomputer eines Raumschiffs zu reparieren. Im Prozess werden sie durch abweichende Informationen in ein Dilemma gebracht: Wie lebt es sich tatsächlich in einer vollautomatisierten Zukunft? Wie selbstbestimmt möchte ich leben, welche Arbeit überlasse ich Robotern und welche Entscheidungen dürfen Maschinen für mich treffen?

Beschreibung

Die technologische Entwicklung im Bereich Robotik und Automatisierung hat relativ unbemerkt große Fortschritte gemacht. Es ist abzusehen, dass sich dadurch die Lebens- und Arbeitsbedingungen entscheidend verändern werden. Es stellt sich die Frage, welche Tätigkeiten wir Maschinen überlassen wollen und ob wir Künstliche Intelligenz als gleichwertige Gesprächspartner akzeptieren möchten. Wir wollen Kindern vermitteln, dass sie den Technikfolgen nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern eine aktive Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft spielen und sie für ethische Fragen sensibilisieren.

Der Workshop beginnt mit einem Input zur Geschichte der Automatisierung und einem Brainstorming zu Ihren Wünschen bezüglich zukünftiger Technologien. Zur Vorbereitung auf das Alternate Reality Spiel erhalten die Schüler_innen eine Einführung in die visuelle Programmiersprache Scratch, den damit programmierbaren Roboter (mBot) und einen Mikrocontroller (MakeyMakey).

Ausgangspunkt des Spiels ist die Evakuierung der Erde aufgrund fortschreitender Umweltzerstörung. Die Reise geht zum vollautomatisierten Planeten UTOPIA, auf dem die Menschen ein hedonistisches Dasein führen und in humanoiden Robotern die besten Freunde und Diener gefunden haben. Als der Bordcomputer ausfällt, müssen verschiedene Aufgaben mit Scratch-Codes und Kabeln gelöst werden. Einige entdecken dabei Informationen über die Schattenseiten des Planeten und möchten lieber umkehren, andere arbeitet an der Fortsetzung der Reise. Für die Weiterfahrt ist aber ein Code nötig, der sich aus Zeichen beider Gruppen zusammensetzt – die Entscheidung müssen also alle gemeinsam treffen.

Nach der Spielphase werden der Prozess und die getroffenen Entscheidungen intensiv reflektiert und der Projekttag ausgewertet.

Die laufende Dokumentation findet auf dem Projektblog und den einschlägigen Social Media Kanäle statt. Im Anschluss der Pilot-Workshops wird das Konzept als OER so aufbereitet, dass Lehrer_innen das Thema auch ohne Informatikkenntnisse im Unterricht behandeln können. Das Projekt ist als Ergänzung der in den Rahmenlehrplänen im Fach NaWi für die 5. und 6. Klassen vorgesehenen Themen; „Geräte und Maschinen im Alltag“ und „Elektrischer Stromkreis“ konzipiert. Außerdem ist eine Weiterentwicklung der Projektidee für ältere Schüler_innen mit weiteren Themenschwerpunkten geplant: mit 7./8. Klassen zum Thema Cyborgs/Quantified Self und mit 9./10. Klassen zum Thema Algorithmen/Filtersouveränität.

Über uns

Der gemeinützige Verein Metaversa e.V. betreibt Medienbildung, um demokratische und soziale Kompetenzen zu fördern. Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft aus aktiven und mündigen Menschen. Am Projekt „Flucht nach Utopia“ sind beteiligt die Medienpädagog_innen Susanne Grunewald, Martin Riemer und Michael Lange und die Gamedesignerin Johanna Jacob.

Codeweekaward für „Flucht nach Utopia“

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Mit einem Projekt für 5./6. Klassen, bei dem die 10-12jährigen die Grundlagen der Programmierung mit Scratch lernen, sich aber gleichzeitig auch mit ethischen Fragen zum Einsatz von Robotern auseinandersetzen, sind wir einer der 15 Preisträger des diesjährigen Codeweekaward geworden.

Bei dem eintägigen Workshop lösen die Schüler_innen in einem Alternate Reality Game Rätsel mit Soft- und Hardware, um den defekten Bordcomputer eines Raumschiffs zu reparieren. Im Prozess werden sie durch abweichende Informationen in ein Dilemma gebracht: Wie lebt es sich tatsächlich in einer vollautomatisierten Zukunft? Wie selbstbestimmt möchte ich leben, welche Arbeit überlasse ich Robotern und welche Entscheidungen dürfen Maschinen für mich treffen?

Für die drei Pilotworkshops können sich interessierte 5./6. Klassen aus Berlin und Brandenburg ab sofort bei uns bewerben.